Snowboardbau Kurs bei Build2Ride

Eigentlich auf der Suche nach Informationen zum Longboardbau bin ich über die Firma Build2Ride in Garmisch, die einen Snowboardbau Kurs anbietet gestolpert. Da ich mir so oder so ein neues Board anschaffen wollte habe ich sofort gebucht.Snowboardbau Kurs: Snowboard in presse

Vorbereitung

Nach der Anmeldung musste zunächst ein Fragebogen ausgefüllt werden, indem Größe, Gewicht, bevorzugtes Gelände (Piste, Park etc.) und Designvorstellungen abgefragt wurden. Da ich auf der Rückseite des Boards eine Grafik haben wollte, musste ich noch ein bedrucktes Fleece bestellen. Furniere für die Oberflächen gibt es auch vor Ort. Kurz vor beginn des Kurses hat mich noch Florian von Build2Ride angerufen, um letzte Details abzusprechen. Danach konnte es los gehen.

Snowboardbau Kurs 1. Tag

Der Wecker klingelt gegen 4:00 Uhr, es geht los. Ich mache mich mit der Bahn auf den Weg nach Farchant. In Farchant werden wir Kursteilnehmer mit Kaffee in Empfang genommen und Florian erklärt den ersten Arbeitsschritt. Die Beläge sind schon passend zugeschnitten, so dass nur noch die Stahlkannten angepasst werden müssen. Beim Snowboard habe ich einen leichten vorteil, da ich nur zwei, anstatt vier Kanten anbringen muss. Dafür bleibt Zeit um die Löcher für die Inserts zu Fräsen. Schon ist Mittag. Zur Stärkung gibt es Leberkässemmel in der Werkstatt. Anschließend packen alle an, um die Materialien zum Laminieren vorzubereiten. Nach dem alles vorbereitet ist wird es kurze zeit Stressig. Alle Materialien müssen innerhalb von 45 Minuten mit Harz getränkt und im Vakuumsack verpresst werden. Dabei darf kein Fehler passieren, denn wenn alles verklebt ist sind keine Korrekturen mehr möglich.

Nach dem Laminieren gehen die Bretter über Nacht in den Ofen. Für uns Teilnehmer bedeutet dies aufräumen und den Tag bei einem Bier und gutem essen ausklingen lassen.

Snowboardbau Kurs 2. Tag

Am nächsten Morgen dann die Stunde der Wahrheit. Das Board wird aus dem Vakuumsack befreit und mit der Stichsäge ausgeschnitten. Anschließend bearbeiten Alex und Florian die Seiten der Bretter und bessern damit auch gleich die Schlimmsten Schnitzer aus. Nach dem Abschleifen und Ölen der Oberfläche müssen beim Snowboard nur noch die Inserts ausgebohrt werden und dann ist das Board fertig für den ersten Skiservice. Wären der Profi die Beläge bearbeitet und die Kanten abschleift räumt der Kurs die Werkstatt weider auf und begibt sich zur Zirbel Stube zum Mittag. Anschließend gibt es die Bretter inklusive einer Bordbauer Urkunde wieder und es geht nach Hause.

Zu Hause habe ich dann noch die Bindungen montiert und voller Spannung auf das nächste Wochenende gewartet, wo es endlich auf die Piste zur Probefahrt gegangen ist.

Probefahrt

Der Snowboardbaukurs ist so aufgebaut, dass eigentlich nichts schief gehen kann. So bin ich auch relativ entspannt auf den Berg zur ersten Testfahrt gefahren. Schon die ersten Schwünge haben gezeigt, dass es perfekt ist. Nicht zu hart, nicht zu weich und mit einer langen Effektiven Kante für zügiges Fahren auf der Piste. Nach einer Woche Dauereinsatz kann ich sagen, es hat sich absolut gelohnt. Es sind zwar ein paar Macken am Furnier zu erkennen, diese währen aber auch bei einem gekauften Brett aufgetreten.

Im Prospekt von Build2Ride habe ich gesehen, dass auch Splittboards angeboten werden. Es fängt schon an in den Fingern zu kribbeln, aber erstmal kommt der Sommer. Longboardzeit!

Probefahrt

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